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Toleranz
ist eine Tugend. Ist sie auch eine christliche Tugend? In einer Zeit, in der die
Meinungen – auch von Christinnen und Christen – auseinander driften, in der
Konflikte und nationalistisch geprägte Kriege Tagesgespräch sind, in der
Lebensmodelle unterschiedlichster Strickart vorkommen, ist es gut, sich zu
fragen: Wie weit muss Toleranz gehen? Wie weit darf Toleranz gehen?
An der Jährlichen Konferenz (JK) der Evangelisch-methodistischen
Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich 2002 wurde am Beispiel des
Schwangerschaftsabbruchs auch über lebensbestimmende Werte nachgedacht. Aus
dieser Diskussion stammt der erste Beitrag "Toleranz ist ein Wert" von Jörg
Niederer.
Daran schliesst sich der stilistisch leicht überarbeitete Abschnitt
"‚Essentials‘ und ‚opinions‘" des Distriktsvorsteherberichts an die JK
Schweiz-Frankreich 2004 an. Darin wird in Anknüpfung an John Wesley der Frage
nachgegangen, was verhandelbar sei, und damit nicht zum Essentiellen gehöre.
Ein ausführlicher Grundsatztext zur Toleranz hat Markus Da Rugna mit "Toleranz –
grundlegend" speziell für diese Textsammlung verfasst. Ziel könnte es sein, nach
dem Studium dieser Texte mit Menschen in kleinen Gruppen darüber zu diskutieren.
Darum schliesst sich an Markus Da Rugnas Gedanken der Beitrag "Wie können wir
als Christen Werte diskutieren" von Christa Wichers an.
Auch für eine angeregte Diskussion zum Thema "Toleranz" geeignet sind die
schlagwortartigen "Thesen für einen toleranten Lebensstil", die Jörg Niederer
zusammengetragen hat.
Über Reaktionen auf diese Gesprächsanregung freut sich der KA24 Kirche und
Gesellschaft.
ende
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