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Verantwortung übernehmen im Blick auf die Wahlen heisst deshalb: |
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an den
Wahlen teilzunehmen und andere zu ermuntern, es ebenfalls zu tun
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sich vorher
sorgfältig zu informieren, damit bewusst gewählt werden kann |
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sich bewusst
machen, dass mit dem Wahlzettel die eigene Verantwortung nicht
abgegeben wurde, sondern dass Einmischung immer wieder gefragt ist.
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Vor allem bei der Wahl in
den Nationalrat werden eher Parteien als Personen gewählt. Darum ist
zu bedenken, dass die Parteien in ihren Programmen und ihrer Politik
sich nach den Anliegen ihrer Wählerinnen und Wähler richten müssen.
Wo und wie wir unsere Meinung äussern hat deshalb Einfluss auf den
Prozess der weiteren Meinungsbildung.
Glieder unserer Kirche
engagieren sich in unterschiedlichen Parteien. Sie suchen das Wohl
des Landes auf unterschiedlichen Wegen. Wir unterstützen ihr
Engagement und sind dankbar, dass alle Brüder und Schwestern in
Jesus Christus sind.
Eine Grenze allerdings
sehen wir: Wo gegen Schwache abschätzig geredet und damit der Gewalt
Vorschub geleistet wird, müssen Christen energisch widerstehen. In
diesem Fall ist Toleranz nicht möglich.
Fragen, die zur Vertiefung der
Information helfen und zum Gespräch in Hauskreisen, Frauen- oder
Männergruppen und unter Jugendlichen anregen können:
1. Zu den Parteien
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Werden
Probleme ehrlich benannt? |
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Werden hohle
Versprechungen gemacht? |
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Wie wurde
mit Versprechungen aus früheren Wahlen umgegangen? |
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Wird von
anderen Parteien mit Respekt gesprochen oder werden die anderen
einfach «schlecht» gemacht? |
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Inwieweit
sind Argumente sachbezogen oder geht es nur um das Recht haben
wollen? |
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Wie steht es
mit dem Mut zu unpopulären Massnahmen? |
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2. Einzelne Sachbereiche?
Wir weisen gerne auf die sozialen
Grundsätze unserer Kirche hin. Sie sind eine Handreichung, einzelne
Anliegen zu erkennen und darauf einzugehen.
2.1. Die natürliche Welt
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Wie wird mit
der Spannung zwischen Schutz der Umwelt und wirtschaftliche
Rentabilitätssteigerung umgegangen? |
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Wie wird die
Frage von genmanipulierten Pflanzen und Tieren beurteilt? Kommt
Respekt vor der Schöpfung darin zum Ausdruck? |
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2.2. Die menschliche Lebensgemeinschaft
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Welche
Massnahmen zur Stärkung und zum Schutz der Familie werden
vorgeschlagen? |
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Wie werden
die Anliegen von Alleinerziehenden aufgenommen? |
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2.3. Die soziale Gemeinschaft |
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Wird den
Kindern genügend Raum gegeben, um Kinder zu sein, oder werden sie
einfach für die Zukunft getrimmt? |
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Wie sprechen
Kandidaten und Parteien von Minderheiten? |
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Werden die
Ausländer als Teil unserer Gesellschaft respektiert und ihnen ein
entsprechender Platz eingeräumt? |
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Wie wird die
Spannung zwischen den Problemen der Städte und den Anliegen der
ländlichen Gebiete behandelt? |
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Welche
Massnahmen und Ideen werden im Blick auf die Solidarität zwischen
den Generationen entwickelt? |
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2.4. Die wirtschaftliche Gemeinschaft |
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Werden
konkrete Massnahmen zugunsten Arbeitsloser vorgesehen? |
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Was kann
gegen die Verarmung immer grösserer Kreise unternommen werden? |
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Was wird
unter Steuergerechtigkeit verstanden? |
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Welche
Grenzen gegen die zunehmende Monopolbildung und Machtkonzentration
werden als notwendig erachtet? |
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Wie soll das
Verhältnis zwischen freiem Markt und sozialer Gemeinschaft gestaltet
werden? |
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2.5. Die staatliche Gemeinschaft |
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Wird nach
einem guten Miteinander der verschiedenen Sprachen und Regionen
gesucht? |
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Wie kann
eine grössere Steuergerechtigkeit erzielt werden? |
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Welche
Bedeutung wird dem «Service publique» eingeräumt? Muss alles den
Fragen der Rentabilität unterworfen werden? Gibt es Dienste, die
geleistet werden müssen, damit die Gemeinschaft lebenswert für alle
bleibt, die aber nicht rentabel sein können? Wie können solche
Dienste finanziert werden? |
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2.6. Die Schweiz in der Welt |
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Welche Werte
sind den Parteien und Kandidaten wichtig für die Gestaltung der
Beziehungen zu den anderen Staaten und zu internationalen
Organisationen? |
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Wieweit sind
die Kandidaten bereit, von den weltweiten Beziehungen der Schweiz
nicht nur Profit zu ziehen für unser Land sondern auch in
Solidarität an Problemen mitzutragen? |
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Ist eine
Bereitschaft vorhanden, den ärmsten Ländern der 3. Welt einen
Schuldenerlass zu gewähren, um in diesen Ländern die Möglichkeiten
der Entwicklung zu verbessern? |