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Leitlinien für einen verantwortlichen Lebensstil
(in Anlehnung an die
«Allgemeinen Regeln« von John Wesley)
Präambel:
«Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine
Geschwister, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das
Gott gefällt. das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst. Gleicht
euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit
ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was
gut und vollkommen ist.» (Römer 12,1-2)
Wir bekennen, dass Gott sich in Jesus Christus den Menschen und seiner ganzen
Schöpfung in Liebe zugewendet hat, um ihr Leben in Fülle und umfassenden Frieden
aus seiner Gerechtigkeit zu schenken.
Wir bekennen, dass Gott den Menschen als sein Ebenbild geschaffen hat. Die
Berufung des Menschen besteht darin, Gott in seiner Liebe, Gnade und Treue von
ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit allen seinen Gedanken und allen Kräften zu
bezeugen und zu preisen.
Wir bekennen, dass die Sünde den Menschen unfähig macht, Gott zu erkennen und
ihm zu vertrauen.
Wir bekennen, dass durch das Versöhnungswerk von Jesus Christus Gott selber den
Menschen frei und zum Bürger seines Reiches macht. Dieses Reich ist geprägt von
Gerechtigkeit und Frieden.
Wir bezeugen deshalb, dass der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und die
Bewahrung der Schöpfung eine wesentliche Frucht des Glaubens und der Nachfolge
Jesu Christi ist.
Unser Bekenntnis führt uns zu einem Lebensstil, der es unterstreichen und
bekräftigen will. Wir erachten dabei für wichtig:
dass wir nichts Böses tun, sondern Böses aller Art meiden
Ich verpflichte mich deshalb besonders:
-
Andere so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte.
-
Gottes Namen und seine Schöpfung nicht zu missbrauchen, auch
nicht, um daraus eigene Vorteile zu ziehen.
-
Den eigenen und fremden Ruhetag nicht der Profitdenken zu opfern.
-
Nicht Suchtmittel zu propagieren, mich daran zu bereichern, oder
anderen durch unseren Konsum ein schlechtes Vorbild zu sein.
-
Fremden würdevoll und gastfreundlich zu begegnen, und wo immer
möglich Fremdenfeindlichkeit und Rassismus als selbstzerstörerische Formen des
Egoismus aufzudecken.
-
Schlägereien, Zank und Unversöhnlichkeit zu unterlassen.
-
Sen Staat nicht um einen Teil oder die ganzen Steuereinnahmen zu
prellen.
-
Nichts Liebloses oder Unnötiges über mir bekannte und unbekannte
Personen zu sagen.
-
Keine Güter anzuhäufen, die andere zum Überleben brauchen.
-
Keine Menschen als Lustobjekte zu missbrauchen.
-
Keine Medien oder Literatur zu konsumieren, in denen Geschöpfe
verachtet, erniedrigt und missbraucht werden.
-
Weichlichkeit und unnötige Rücksicht auf mich selbst zu
unterlassen, indem ich nicht zuerst den Weg des geringsten Widerstandes gehen,
und auch den Verzicht in meine Erwägungen miteinbeziehen.
-
Keine Waren zu bestellen, die ich nicht bezahlen kann.
-
Mich und andere nicht zu einem unkritischen Konsumverhalten
anzuregen.
-
Anderen keine Kleinkredite aufzuschwatzen oder anzubieten.
-
Nicht über meine Verhältnisse zu leben und damit den Lebensraum
der ganzen Schöpfung zu beeinträchtigen.
dass wir Gutes tun
Ich verpflichte mich deshalb besonders:
-
Allen Gutes zu tun, ihnen zu helfen und rücksichtsvoll mit ihnen
zu leben, unabhängig davon, zu welcher Nationalität, Rasse, Religion oder Kultur
sie gehören.
-
Meinen Beitrag zur Beseitigung von Hunger, Armut, Krankheit und
Kriminalität zu leisten.
-
Notleidenden zu geben, ohne zu erwarten, etwas oder alles
zurückzubekommen.
-
Meinen Glauben an Jesus Christus zu bekennen.
-
Meine Glaubensgeschwister dort zu fördern, wo sie auf gutem Weg
sind, und dort zu hinterfragen, wo sie auf Abwege geraten sind.
-
Auch die zu achten, die mich verachten, zu lieben, die mich
hassen, zu pflegen, die mich quälen.
-
Mir genügend Zeit zu nehmen für die Begegnung mit Familie,
Freundeskreis, Nachbarn, Menschen aller Schattierungen und der gesamten von Gott
geschaffenen Welt.
-
Mich für die Rechte und Bedürfnisse aller Menschen mit den mir
möglichen Mitteln einzusetzen.
-
Den Frieden Christi, wo immer möglich in die Tat umzusetzen, indem
ich zwischen Streitenden vermitteln, gegen jede Form militärischer Bedrohung und
Gewalt protestieren und dem friedensvermittelnden Vorbild von Jesus Christus
nachzuleben versuche.
-
Alle nichtmenschliche Kreatur massvoll zu nutzen, sie zu pflegen
und ihr den Platz einzuräumen, der ihr von Gott zugewiesen wurde.
dass wir die Gnadenmittel gebrauchen
Ich verpflichte mich:
-
Alle Hilfen, die mir Gott gibt, um ihm zu begegnen, anzunehmen und
zu gebrauchen. Beispielhaft erwähnt seinen:
-
Die gottesdienstlichen Feiern in der Kirche, das Abendmahl, das
persönliche und das gemeinsame Gebet.
-
Die Lektüre der Bibel und das Gespräch mit und die Beratung durch
andere Christen.
-
Fasten und Enthaltsamkeit.
Mit meiner Unterschrift verpflichte ich mich selbst. Ich weiss,
dass ich dabei ganz angewiesen bin auf Gottes Gnade und Hilfe. Wenn es mir durch
eine christliche Lebensführung gelingen sollte, Menschen von Gottes Güte zu
überzeugen, so will ich Gott allein dafür danken.
Ort, Datum
Unterschrift
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Konflikte:
Ich erkenne Bereiche in den obenstehenden Verpflichtungen, die ich
nicht oder im Augenblick nicht voll und ganz eingehen kann. Deshalb will ich sie
hier bewusst nennen:
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